{"id":1172,"date":"2016-06-01T09:10:00","date_gmt":"2016-06-01T07:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.pe-becker.de\/pe-news\/2016\/06\/01\/erweiterung-des-aldi-logistikzentrums-in-moenchengladbach-mit-energetischer-und-schallschutztechnischer-optimierung\/"},"modified":"2022-12-05T01:34:26","modified_gmt":"2022-12-05T00:34:26","slug":"erweiterung-des-aldi-logistikzentrums-in-moenchengladbach-mit-energetischer-und-schallschutztechnischer-optimierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pe-becker.de\/pe-news\/2016\/06\/01\/erweiterung-des-aldi-logistikzentrums-in-moenchengladbach-mit-energetischer-und-schallschutztechnischer-optimierung\/","title":{"rendered":"Erweiterung des ALDI-Logistikzentrums in M\u00f6nchengladbach mit energetischer und schallschutztechnischer Optimierung"},"content":{"rendered":"<p>Mitte des Jahres 2014 konnte ALDI-S\u00fcd durch den Zuerwerb benachbarter Grundst\u00fccke mit bestehenden Lagerhallen einen Grundstein f\u00fcr die westliche Erweiterung des bestehenden Logistikzentrums legen. Ein auf die logistischen Bed\u00fcrfnisse abgestimmtes Nutzungskonzept sowie ein hieraus resultierendes Bau- und Sanierungsprogramm wurde in den nachfolgenden Monaten gemeinschaftlich erarbeitet.\n<\/p>\n<p>Im Ergebnis dieser Vorplanungen sollte eines der neu erworbenen Bestandsgeb\u00e4ude kernsaniert und als Trockenlager neu ausgebaut werden. Mit dem Ausbau als Trockenlager wurden neue Verladestellen sowie ein Technikanbau konzipiert sowie eine energetische Fassadensanierung beschlossen. Unmittelbar nach der R\u00e4umung des Geb\u00e4udes durch den Vornutzer Mitte Oktober 2014 begann die vollst\u00e4ndige Auskernung. Ab Mitte Februar 2015 wurde mit den Bauma\u00dfnahmen begonnen. Bereits nach 5 Monaten Bauzeit konnte Mitte Juli der Logistikbetrieb aufgenommen werden.\n<\/p>\n<p><b>Konstruktion<\/b>\n<\/p>\n<p>Das vorhandene Geb\u00e4ude bestand aus einer Fertigteilkonstruktion mit massiven Einzelraumaufteilungen, teilweise auch als K\u00fchlr\u00e4ume. Nicht tragende W\u00e4nde wurden vollst\u00e4ndig zur\u00fcckgebaut, so dass 2 gro\u00dfe Lagerhallen mit jeweils ca. 4.500 m\u00b2 entstehen konnten. Die Sozialbereiche im Erd- und Obergeschoss bekamen eine neue Raumaufteilung und wurden nach dem neusten Stand der Technik ausgebaut.\n<\/p>\n<p>Der Anbau der 23 hochged\u00e4mmten Verladestellen wurde mit Stahlbeton-Fertigteilen ausgef\u00fchrt. Beim 3-schalig Wandaufbau, bestehend aus Vorsatz-, W\u00e4rmed\u00e4mm- und Tragschale, wurde konsequent auf eine vollst\u00e4ndig geschlossene W\u00e4rmed\u00e4mm-Ebene geachtet. Bei der Neugestaltung der Au\u00dfenfassade \ufb01el die Wahl auf eine hinterl\u00fcftete, ged\u00e4mmte Blechfassade mit Aluminium-Welle. Die raumnutzungsorientierte Gestaltung der Fensterb\u00e4nder erfolgte in 2 kontrastreichen Graut\u00f6nen.\n<\/p>\n<p><b>Nachhaltigkeit<\/b>\n<\/p>\n<p>Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Geb\u00e4udes wurden die Anforderungswerte der Energieeinsparverordnung (EnEV) deutlich unterschritten. Der Prim\u00e4renergiebedarf liegt bei 46 kWh\/m\u00b2a und liegt damit bei 50 % des Anforderungswertes f\u00fcr einen Neubaus und bei 30 % des Anforderungswertes f\u00fcr einen modernisierten Altbau. Dies wurde im Wesentlichen durch zus\u00e4tzliche D\u00e4mmung in Dach- und Wandfl\u00e4chen und der konsequenten Ausbildung der hochged\u00e4mmten Verladestellen sowie durch die Erneuerung der Haustechnik erreicht.\n<\/p>\n<p>Notwendige Rauch- und W\u00e4rmeabzugsanlagen wurden durch Lichtkuppeln erg\u00e4nzt, um einen guten Tageslichteinfall zu erzielen. Die Beleuchtung wurde als tageslichtgesteuerte LED-Beleuchtung ausgef\u00fchrt. Dar\u00fcber hinaus wurde die Halle 2 mit einem Grauwasser-Leistungssystem f\u00fcr Toilettensp\u00fclung, Putzbecken, Bew\u00e4sserung der Pflanzfl\u00e4chen und die wasserseitige Versorgung der LKW-Waschhalle ausgestattet. Der Grauwasservorrat kommt aus einem bereits bestehenden R\u00fcckhaltebecken, das Niederschlagswasser von den Dachfl\u00e4chen sammelt. \u00dcbersch\u00fcssiges Niederschlags- bzw. Grauwasser wird in einer nachgeschalteten Rohrrigole auf dem Grundst\u00fcck versickert.\n<\/p>\n<p><b>Ausbau der Medienleitungen<\/b>\n<\/p>\n<p>Alle Geb\u00e4ude des Logistikzentrums M\u00f6nchengladbach wurden mit einer \u00fcber 300 m langen Medientrasse f\u00fcr W\u00e4rme-, K\u00e4lte-, Strom und Datennetz verbunden.\n<\/p>\n<p>Die Beheizung und Klimatisierung der Hallen 1 und 2 erfolgt aus der Halle 1 und den dort vorhandenen Energieerzeugern: Blockheizkraftwerk (BHKW) mit 115 kW thermische und 70 kW elektrische Leistung, Hackschnitzelanlage mit 800 kW thermische Leistung, W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung aus der K\u00e4lteanlage mit 150 kW thermische Leistung sowie Gaskesseln. Die Klimatisierung erfolgt aus 2 Eisspeichern mit jeweils 300 m\u00b3 Wasser, welche zuk\u00fcnftig im Winter f\u00fcr den Betrieb einer W\u00e4rmepumpe genutzt werden k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p>Auf den D\u00e4chern der hinzuerworbenen Geb\u00e4ude wurden PV-Anlagen mit 3.900 Modulen und einer Gesamtleistung von \u00fcber 1.000 kWp errichtet. Damit kann das Logistikzentrum sich nicht nur selbstst\u00e4ndig mit Energie versorgen, sondern dar\u00fcber hinaus je nach Eigenverbrauch bis zu 50 % der erzeugten Energie in das \u00f6ffentliche Netz einspeisen und damit insgesamt bis zu 328 Haushalte versorgen. Damit ist dieses Logistikzentrum in M\u00f6nchengladbach sicherlich eines der Ersten mit einer so deutlich negativen CO2-Bilanz.\n<\/p>\n<p>Alle bereitstehenden Energiequellen k\u00f6nnen heute \u00fcber die neu verlegten Leitungssysteme in s\u00e4mtlichen Geb\u00e4uden des Logistikzentrums genutzt werden. Der neu errichtete Technikanbau auf der Ostseite spielt hierbei die zentrale Rolle. Dieser neue Technikanbau verf\u00fcgt \u00fcber 4 moderne Trafozellen, einer Mittel- und Niederspannungsverteilung sowie einer Schaltzentrale.\n<\/p>\n<p><b>Au\u00dfenanlagen<\/b>\n<\/p>\n<p>Die Zufahrt zum Logistikzentrum wurde unter Einbeziehung einer zentralen LKW-Wartefl\u00e4che neu geordnet. Die Ladehoffl\u00e4chen der Halle 2 wurden mit der bestehenden Ladehoffl\u00e4che der Halle 1 zusammengef\u00fchrt. Hierzu wurden die Oberfl\u00e4chen des Ladehofes Halle 2 erneuert und die Entw\u00e4sserungsstr\u00e4nge je nach Qualit\u00e4t der anfallenden Niederschlagw\u00e4sser entsprechend neu geordnet. Alle von den Umbauma\u00dfnahmen betroffenen Freifl\u00e4chen wurden als Gr\u00fcnfl\u00e4chen neugestaltet.\n<\/p>\n<p><b>L\u00e4rmschutzwand<\/b>\n<\/p>\n<p>Zur Gew\u00e4hrleistung des Schallschutzes f\u00fcr das n\u00f6rdliche Wohngebiet wurde die vorhandene L\u00e4rmschutzeinrichtung durch eine leistungsf\u00e4higere Resonatorwand ersetzt. Die H\u00f6he betr\u00e4gt 10 m, die L\u00e4nge 72 m. Durch diese Ma\u00dfnahme ist sichergestellt, dass mindestens\n<\/p>\n<p>10 LKWs in den ung\u00fcnstigsten Nachstunden be- und entladen werden k\u00f6nnen. Mit allen diesen Ma\u00dfnahmen wurde letztendlich in die Zukunft des gesamten Standortes des Logistikzentrums M\u00f6nchengladbach der Firma ALDI investiert.\n<\/p>\n<p>Dipl.-Ing. Norbert Wasch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitte des Jahres 2014 konnte ALDI-S\u00fcd durch den Zuerwerb benachbarter Grundst\u00fccke mit bestehenden Lagerhallen einen Grundstein f\u00fcr die westliche Erweiterung des bestehenden Logistikzentrums legen. 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