{"id":1136,"date":"2016-11-03T16:17:00","date_gmt":"2016-11-03T15:17:00","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.pe-becker.de\/pe-news\/2016\/11\/03\/modernes-kundenzentrum-im-neuen-verwaltungsgebaeude-der-e-regio-ehemals-regionalgas-euskirchen\/"},"modified":"2022-12-05T01:34:26","modified_gmt":"2022-12-05T00:34:26","slug":"modernes-kundenzentrum-im-neuen-verwaltungsgebaeude-der-e-regio-ehemals-regionalgas-euskirchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pe-becker.de\/pe-news\/2016\/11\/03\/modernes-kundenzentrum-im-neuen-verwaltungsgebaeude-der-e-regio-ehemals-regionalgas-euskirchen\/","title":{"rendered":"Modernes Kundenzentrum im neuen Verwaltungsgeb\u00e4ude der e-regio \u2013 ehemals REGIONALGAS EUSKIRCHEN"},"content":{"rendered":"<p>Die e-regio als lokaler Versorger f\u00fcr Erdgas, Strom aus Wasserkraft sowie f\u00fcr Wasser und Abwasser hatte bereits seit L\u00e4ngerem Bedarf an zus\u00e4tzlichen Arbeitspl\u00e4tzen. Im Jahr 2010 wurde eine Erweiterung und Umnutzung eines bestehenden Lagergeb\u00e4udes zum Verwaltungsbau mit Kundenzentrum genehmigt und ausf\u00fchrungsreif geplant. Da expansionsbedingt zeitgleich noch weiterer Bedarf an B\u00fcrofl\u00e4chen entstand, erfolgte die Realisierung des Bauvorhabens zun\u00e4chst nicht. Nach umfangreichen Bedarfsanalysen wurden neue Bebauungsvarianten f\u00fcr das Betriebsgrundst\u00fcck erarbeitet, aus denen sich dann der Standort f\u00fcr ein neues Verwaltungsgeb\u00e4ude f\u00fcr mehr als 100 Arbeitspl\u00e4tze mit integriertem Kundenzentrum entwickeln lie\u00df.\n<\/p>\n<p><b>St\u00e4dtebauliche Anpassung an den Bestand<\/b>\n<\/p>\n<p>Eine besondere Herausforderung stellte die Einbindung des neuen Verwaltungsgeb\u00e4udes zwischen die Bestandsgeb\u00e4ude dar. Diverse Entwurfsans\u00e4tze wurden konzeptioniert, von einer f\u00e4cherartigen Anordnung der Bauk\u00f6rper bis zur Aneinanderreihung von kleinteiligen Geb\u00e4uden. Realisiert wurde der st\u00e4dtebauliche Entwurf mit einem Innenhof. Das neue Geb\u00e4ude, insbesondere das neue Kundenzentrum, konnte hierdurch sowohl funktionell als auch architektonisch zentral angeordnet werden. Dabei wurden auch die Zufahrten sowie die Stellpl\u00e4tze in der Lage optimiert. Die unmittelbar am Haupteingang platzierten Kundenparkpl\u00e4tze bieten heute auch die M\u00f6glichkeit, Elektrofahrzeuge an der neu errichteten Elektro-Tankstelle aufzuladen. An der abgewandten Seite des Innenhofes befindet sich eine ausreichende Anzahl an MitarbeiterParkpl\u00e4tzen.&nbsp;\n<\/p>\n<p><b>Entwurf Geb\u00e4ude <\/b>\n<\/p>\n<p>Das Geb\u00e4ude sollte sowohl nach au\u00dfen als auch nach innen Transparenz vermitteln. Die Funktionalit\u00e4t wie auch die Architektur haben klare Linien. Das richtige Mittelma\u00df zwischen schlicht, dennoch schick und modern war zu finden. Das Bauwerk besteht aus dem Hauptbauk\u00f6rper mit der B\u00fcronutzung sowie dem integrierten Kundenzentrum als zentraler Schnittstelle zwischen altem und neuem Verwaltungsgeb\u00e4ude.\n<\/p>\n<p><b>Konstruktion<\/b>\n<\/p>\n<p>Das Bauwerk wurde zweigeschossig in Skelettbauweise in Ortbeton ausgef\u00fchrt. Die Au\u00dfenw\u00e4nde wurden mit Mauerwerk ausgefacht. Um auch zuk\u00fcnftig gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Flexibilit\u00e4t in der B\u00fcronutzung gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen, wurden die Innenw\u00e4nde \u00fcberwiegend in Trockenbauweise gefertigt. Au\u00dfenseitig wurde ein W\u00e4rmed\u00e4mm-Verbundsystem aufgebracht. Der Haupteingang des Kundenzentrums wird als Portal durch eine Fassadenbekleidung aus farbigen Aluminiumverbundplatten betont. Die Vord\u00e4cher sind als verzinkte Stahlkonstruktion mit Glas ausgef\u00fchrt.\n<\/p>\n<p><b>Modernes Kundenzentrum<\/b>\n<\/p>\n<p>Das neue, repr\u00e4sentative Kundenzentrum unterstreicht funktional wie auch architektonisch die kundennahe Dienstleistungs- und Servicephilosophie des Unternehmens. \u00dcber einen vorgesetzten, gl\u00e4sernen Windfang betritt der Kunde den hellen Empfangsraum. An der modern ausgestatteten zentralen Empfangstheke findet der Besucher sofort einen Ansprechpartner. Durch die Errichtung zweier weiterer Arbeitspl\u00e4tze kann der Kunde mit seinem Anliegen dann individuell betreut werden. F\u00fcr den Fall, dass die Kundenberater noch im Gespr\u00e4ch sind, kann der Besucher die Wartezeit in einem gem\u00fctlichen Wartebereich \u00fcberbr\u00fccken. Bei komplexeren Beratungsthemen k\u00f6nnen die Kundenberater auf ein R\u00fcckzugsb\u00fcro zugreifen, das eigens hierf\u00fcr vorgesehen wurde. Der Raum wirkt gro\u00dfz\u00fcgig, da er \u00fcber 2 Geschosse ge\u00f6ffnet ist und im Obergeschoss von einer Galerie flankiert wird. Auf der Empore befindet sich ein weiterer gl\u00e4serner Besprechungsraum. Eine freistehende einl\u00e4ufige Stahltreppe f\u00fchrt in das Obergeschoss. Gro\u00dfe Fensterfl\u00e4chen lassen eine Durchflutung des Raumes mit viel Tageslicht zu. Ein weiteres Highlight der neuen ansprechenden Kundenhalle ist die Gestaltung der Decke mit sogenannten Baffeln. Es handelt sich hierbei um abgeh\u00e4ngte Trockenbau-Elemente, die in Kreisen so angeordnet sind, dass eine Wolkenwirkung entsteht. Erg\u00e4nzt wird die Wolkenoptik durch solit\u00e4re Abhangleuchten in Tropfenform. Die Baffeln dienen zusammen mit der schallabsorbierenden Abhangdecke zur Verbesserung der Raumakustik. Zur Optimierung von Funktion und Design war eine intensive interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit zwischen Raumakustiker, Innenarchitektin, Planer, Haustechnik-Ingenieuren und letztendlich den ausf\u00fchrenden Firmen erforderlich. Im Gesamtkonzept wirkt der neue Kundenbereich sehr offen und einladend, ist dennoch mit seinem modernen Design zur\u00fcckhaltend. Die Architektur folgt damit konsequent den definierten Unternehmensgrunds\u00e4tzen.\n<\/p>\n<p><b>Helle Kombi-B\u00fcros <\/b>\n<\/p>\n<p>Die urspr\u00fcnglich als herk\u00f6mmliche Einzel- und Doppel-B\u00fcros geplanten Arbeitsr\u00e4ume wurden als Kombi-B\u00fcros mit offen gestalteten B\u00fcrofl\u00e4chen ausgef\u00fchrt. Der jeweilige B\u00fcroraum mit bis zu 20 Arbeitspl\u00e4tzen erstreckt sich \u00fcber die gesamte Geb\u00e4udetiefe. Zus\u00e4tzliche Einzelb\u00fcros f\u00fcr die Abteilungsleiter und R\u00fcckzugsb\u00fcros lassen die Open-Space-B\u00fcros kleinteiliger wirken. Somit besteht die M\u00f6glichkeit f\u00fcr die jeweiligen Abteilungen, jederzeit auch als Team zu agieren. Die Gliederung der jeweiligen Arbeitspl\u00e4tze erfolgt durch unterschiedlich hohe Schr\u00e4nke, die als Raumteiler wirken. Ausget\u00fcftelte Schranksysteme, wie z. B. ausziehbare RegalSchr\u00e4nke oder beidseitig nutzbare Schr\u00e4nke, erh\u00f6hen die Funktionalit\u00e4t bei gleichzeitiger optimaler Ausnutzung der Fl\u00e4chen. Der ergonomische Arbeitsplatz ist mit h\u00f6henverstellbaren Schreibtischen ausgestattet. Eine tageslichtgesteuerte, energieeffiziente LED-Deckenbeleuchtung sorgt f\u00fcr eine gleichm\u00e4\u00dfige Ausleuchtung der B\u00fcrofl\u00e4chen. Durch weitere LED-Stehlampen kann die jeweilige Arbeitsplatzbeleuchtung dar\u00fcber hinaus individuell gesteuert werden. Auch die Meeting Points, Besprechungsr\u00e4ume, und Sanit\u00e4rbereiche wurden mit moderner Technik funktional und energieeffizient ausgestattet. Die Besprechungsr\u00e4ume k\u00f6nnen durch den Einbau mobiler Trennw\u00e4nde aufgeteilt werden und sind damit flexibler nutzbar. Die einladend gestalteten Teek\u00fcchen dienen gleichzeitig als Treffpunkte und laden zum spontanen fachlichen Austausch unter Kollegen ein.\n<\/p>\n<p><b>Moderne Gestaltung der Fassade \u2013 Varianten durch Animationen <\/b>\n<\/p>\n<p>Die Herausforderung bei der Fassadengestaltung, und hier insbesondere der Farbwahl, war die Integration eines neuen, modernen Geb\u00e4udes zwischen zwei Bestandsgeb\u00e4uden mit absolut gegens\u00e4tzlichen Designs. Auf der einen Seite das in die Jahre gekommene ehemalige Rathaus in warmen Braun und Gelb-Farbt\u00f6nen, auf der anderen Seite das eher n\u00fcchterne Technikgeb\u00e4ude in gro\u00dfteils k\u00fchlen grauen und blauen Farbnuancen. Nach diversen Entw\u00fcrfen zur Fassadengestaltung, beginnend bei Varianten zur Fensteranordnung bis zur Farbauswahl, entstand ein Design, das sich bewusst von den Bestandsgeb\u00e4uden absetzt. Die Fenster wurden in Abh\u00e4ngigkeit von der Raumaufteilung abwechslungsreich angeordnet, so dass diese Unregelm\u00e4\u00dfigkeit zusammen mit der gleichbleibenden Fensterbreite zu einem harmonischen Gesamtbild beitr\u00e4gt. Die Treppenr\u00e4ume im S\u00fcden werden durch gro\u00dfe Fensterfl\u00e4chen \u00fcber beide Geschosse betont. Akzente werden durch das farblich abgesetzte Portals des Haupteingangs mit dem Windfang und den Vord\u00e4chern gesetzt. Die Kupferfarbe des Portals konnte mit Hilfe von digitalen 3-D-Visualisierungen vorab in der Gesamtwirkung erfasst, bemustert, optimiert und dann bewusst ausgew\u00e4hlt werden. Gerade bei der Fassade trug die digitale dreidimensionale Erfassung aller Planungsdaten zur Entscheidungsfindung des Bauherrn ma\u00dfgeblich bei. So hatte der Bauherr w\u00e4hrend der jeweiligen Planungsphasen jederzeit fotorealistische Eindr\u00fccke seines k\u00fcnftigen Geb\u00e4udes, was sich auch bei der Wahl der Materialien und deren Farbgebung stets als gute Entscheidungshilfe darstellte.\n<\/p>\n<p><b>Wie geht\u00b4s weiter? <\/b>\n<\/p>\n<p>Eine anspruchsvolle und spannende Aufgabe liegt nun hinter uns und wir freuen uns bereits darauf, in einem n\u00e4chsten Schritt das \u00e4ltere, bestehende Verwaltungsgeb\u00e4ude planerisch bearbeiten zu d\u00fcrfen. Das bedeutet\u2026eine Fortsetzung folgt \u2026\n<\/p>\n<\/p>\n<p>&#8211; Dipl.-Ing. Architektin Bettina Scheer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die e-regio als lokaler Versorger f\u00fcr Erdgas, Strom aus Wasserkraft sowie f\u00fcr Wasser und Abwasser hatte bereits seit L\u00e4ngerem Bedarf an zus\u00e4tzlichen Arbeitspl\u00e4tzen. 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