Ausschließlich Holzhäuser

Von Bernhard Romanowski, 15.02.09, 14:35h

In Zusammenarbeit mit dem Holzkompetenzzentrum Rheinland in Nettersheim und der Fachagentur Holz aus Düsseldorf entstand die Idee, am Sönsberg einen "Wohnpark mit dem Holzhaus der Zukunft" entstehen zu lassen. Planer Bernd Becker stellte sein Konzept dem Fachausschuss vor.

 

DAHLEM-SCHMIDTHEIM
Knapp ein Jahr ist es nun her, dass der "Kölner Stadt-Anzeiger" über die geplante Errichtung "zukunftsorientierter Holzhäuser"im Baugebiet „Am Sönsberg“ in Dahlem berichtete. Zumindest planerisch nimmt das Projekt Formen an. Im Bauausschuss der Gemeinde Dahlem wurde ein Entwicklungskonzept vorgestellt, das einen ersten Eindruck der zukünftigen Wohnsiedlung vermittelte.

Bei dem Baugebiet "Am Sönsberg" handelt es sich um eine Fläche von rund 3,5 Hektar Größe im östlichen Bereich von Dahlem. In Zusammenarbeit mit dem Holzkompetenzzentrum Rheinland in Nettersheim und der Fachagentur Holz aus Düsseldorf entstand die Idee, am Sönsberg einen "Wohnpark mit dem Holzhaus der Zukunft" entstehen zu lassen. Bernd Becker von der gleichnamigen Planungs- und Entwicklungsgesellschaft aus Kall war mit der Erstellung eines vorläufigen Konzepts für die Bebauung des Wohnparks betraut und stellte seine Lösungen mittels einer 3-D-Animation im Rathaus vor.

29 Häuser möglich

Demnach sind in dem Baugebiet bislang 29 Wohneinheiten von jeweils rund 600 Quadratmetern Grundstücksfläche geplant. Aufgrund der topologischen Gegebenheiten werden sich die Zufahrt und die Garage jeder Einheit möglicherweise auf einer anderen Höhenebene befinden als das Haupthaus, um den Wohnpark dem landschaftlichen Erscheinungsbild am Sönsberg anzupassen. Dazu gibt es laut Becker eine ganze Reihe von Überlegungen. So ist etwa auch eine gemeinsame Zufahrt für jeweils zwei Wohneinheiten im Gespräch. Grundsätzlich, so Becker weiter, wolle man die versiegelten Verkehrsflächen auf das Nötigste reduzieren. Die Hauptzufahrtswege sollen somit in einer Breite von 3,50 Metern bituminös ausgebaut, die Randflächen und weitere Wege mit einer stabilen, wassergebundenen Fläche versehen werden.

Zudem ist eine Retentionsfläche zur Rückhaltung des Regenwassers im unteren Bereich der Baugrundstücke vorgesehen. Das Niederschlagswasser soll laut Becker in offenen Gräben von rund 50 Zentimetern Tiefe talabwärts geführt und in einen Bach geleitet werden. Den Vorteil der Gräben gegenüber von Rohren sieht Becker in dem Umstand, dass der Abfluss des Wassers in den Gräben nicht so schnell und heftig verläuft. Nur an den Zufahrten zu den Häusern werden die Gräben durch Rohre unterbrochen. An dem Hauptzufahrtsweg zu dem Baugebiet ist bereits ein solcher Graben vorhanden. Eine planerische Herausforderung war die Anbindung des vorhandenen Wirtschaftswegs zu der Waldparzelle am Sönsberg. Die 18-prozentige Steigung in diesem Bereich bescherte den Planern einiges Kopfzerbrechen. Ausschussmitglied Philipp Hodecker (CDU) stellte nach dem Vortrag die Frage, ob das Büro Becker denn Erfahrung mit solchen "ökologischen Baugebieten" habe und möglicherweise ein Blockheizkraftwerk eingeplant sei. Ob der Wohnpark über Solarenergie oder Erdwärme versorgt würde, so Becker, stehe noch nicht fest. Man habe in der Planung alle entsprechenden Energieformen zugelassen. Der Dahlemer Ortsvorsteher und CDU-Fraktionsvorsitzende Hans Josef Schmitt regte an, das Regenwasser nicht in ein Retentionsbecken, sondern gleich in einen nahe gelegenen Teich zu leiten. Die Ausschussmitglieder beschlossen einstimmig, die Überlegungen Beckers in den Gemeinderat einzubringen.

Projekt

Baugebiet "Am Sönsberg"
Artikel herunterladen:
PDF-Download 

Quelle:
http://www.euskirchen-online.ksta.de